
Der Fühlsraum
Ein Raum für speziell diese Gedanken, die nicht nach fünf Minuten wieder verschwinden und für Fragen, die für mich immer mal wieder auftauchen.
Und sowieso für alles, was irgendwo zwischen meinem Alltag, meinem Leben und mir selbst liegt.
Hier teile ich einen Teil davon mit dir.
Und manches bleibt für die Frauen, die Fühls begleiten.
Der Fühlsraum
Ein Raum für speziell diese meiner Gedanken, die nicht nach fünf Minuten wieder verschwinden und für Fragen, die für mich immer mal wieder auftauchen.
Und sowieso für alles, was irgendwo zwischen meinem Alltag, meinem Leben und mir selbst liegt.
Hier teile ich einen Teil davon mit dir.
Und manches bleibt für die Frauen, die Fühls begleiten.

Wie mein Fühlsraum entstand...

Eigentlich war er schon immer da. Aber irgendwie wusste ich lange nichts von ihm.
Ich dachte immer, ich müsste mir etwas aufbauen, etwas erschaffen. Oder mich einfach besser sortieren, mein Leben noch besser organisieren. Mich vielleicht sogar neu erfinden.
Dabei war da längst ein Raum in mir, der so schön ist und mir all das gibt, was ich so lange gesucht habe. Ich hatte die Tür nur nicht bemerkt.
Irgendwann saß ich mit meiner Cousine zusammen und hab sie gefragt: „Ist das bei dir auch alles so stressig? Dieses ständige Husseln? Dieses Gefühl, dass alles irgendwie drunter und drüber geht?“
Und sie sagte: „Ja klar. Das ist bei allen so.“
Wow, ihre Antwort hatte für mich so eine Kraft.
Ich dachte immer, ich bin einfach zu schwach, zu chaotisch. Vielleicht auch zu sensibel und sicherlich viel zu naiv, um mein komplexes Leben bewältigen zu können.
Was meine Cousine sagte, gab mir zu denken. So fragte ich noch viel mehr Frauen in meinem Umfeld.
Aber diese vielen, in meinen Augen, starken, organisierten, inspirierenden Frauen, die scheinbar alles so viel besser im Griff hatten, als ich, antworteten mir ähnlich. Sie fühlen also ähnlich.
Wir können doch unmöglich alle zu schwach sein. Mein Gedanke war: "Dann liegt es vielleicht gar nicht an mir?"
Ich dachte zuerst, ich müsste herausfinden, was ich eigentlich will, oder wie ich aktiv etwas an meiner Situation ändern kann. Ist es ein neuer Job? Neue Kita? Neue Lebensweise? Irgendwas justieren, damit sich alles leichter anfühlt.
Dann kam die größere Frage: Wer bin ich eigentlich?
Und die ehrliche Antwort war: Ich hab keine Ahnung.
Das saß so tief und ich hatte irgendwie das Gefühl, dass da mehr hinter steckt.
Ich hab Dinge ausprobiert, wollte etwas verändern und wusste überhaupt nicht, wo ich anfangen soll. Bis ich gemerkt habe: Ich suche immer nur im Außen und ich bin noch gar nicht bei mir gewesen.
Als ich dann angefangen habe, wirklich nach innen zu gehen, um mich wirklich zu spüren, da begann etwas krasses.
Da entdeckte ich meinen Fühlsraum.

Jetzt lasse ich meine Tür einfach offen

Nun... auf dem Weg zu meinen Fühlsraum habe ich mit fast niemanden aus meinem Umfeld über meine Gefühle, Gedanken und Fragen-über-den-Sinn-meines-Lebens gesprochen.
Vieles von dem, was in dieser Zeit in mir passiert ist, war so intim, so verletzlich.
Aber … mittlerweile denke ich, dass es wunderschön gewesen wäre, in dem Moment, als ich bereits gespürt habe, dass die Antwort in mir liegt, dies mit anderen teilen zu können.
Irgendwann habe ich dann angefangen, einzelne Gedanken nach draußen zu tragen. Zugegeben... erst gaaanz vorsichtig. Ein kurzer Beitrag hier, eine kleine Geschichte dort.
Und dabei ist etwas passiert, womit ich gar nicht gerechnet hatte. Viele Frauen kannten diese Gedanken. Natürlich nicht exakt dieselben, aber das Gefühl dahinter.
Und genau deshalb lasse ich meine Tür einfach offen. Nicht weil ich alle Antworten gefunden habe, sondern weil ich glaube, dass Gedanken manchmal wertvoller werden, wenn wir sie miteinander teilen.
Jetzt lasse ich meine Tür einfach offen

Hereinspaziert
Stell dir vor, du trittst in meinen Raum. Schaust dir an, wie ich meinen Weg gehe. Vielleicht findest du dich da irgendwo wieder.
Es ist das erste Mal für mich, dass ich die Tür öffne.
Das ist mein persönlicher Weg. Gedanken, durch die ich selbst gegangen bin und Schritte, die sich für mich bewährt haben.
Aber... (und das ist mir sehr wichtig) was dieser Weg in dir bewegt, kann ich nicht vorhersehen.
Du gehst ihn nicht wie ich. Du gehst ihn mit mir. Auf deine wundervolle Art und in deiner Geschwindigkeit.
Diese Reise könnte sich so anfühlen...
Und dann machst du es dir gemütlich.
Ich glaube irgendwann entsteht da etwas in dir. Der Zugang zu deinem tiefen Inneren.
Du triffst dann vielleicht Entscheidungen, die sich nicht nur logisch anhören, sondern sich richtig stimmig anfühlen.
Es sind diese kleinen, fast unscheinbaren Momente, in denen du merkst, dass du dich nicht mehr selbst verlässt.
Und irgendwie verändert sich darüber mit der Zeit etwas.
Weil du dich immer wieder selbst mitbekommst und andere wunderbare Frauen dich darin manchmal spiegeln.
Vielleicht reagierst du dann nicht mehr nur. Vielleicht wählst du dann.
Vielleicht funktionierst du dann nicht mehr nur. Vielleicht fühlst und handelst du dann nach dieser spürbaren Intuition.
Und manchmal bleibt es nicht nur bei diesen Momenten.
Manche Themen wollen mehr Raum. Und dann nehmen sie sich den.
Erst öffnest du deine Tür.
Vielleicht beginnt es für dich ganz unspektakulär damit, dass du merkst, wie müüüüde du eigentlich bist.
Oder wie angespannt dein Körper ist, ohne dass du es die ganze Zeit benennen konntest.
Du klopfst also an. Nicht irgendwo im Außen, sondern wirklich ganz bei dir.
Du stehst vor deiner Tür und öffnest sie. Vielleicht seit lange Zeit wieder, vielleicht zum allerersten Mal.
Vielleicht spürst du deinen Körper wieder, deine Bedürfnisse, deine Grenzen.
Nicht um direkt dein ganzes Leben im Handumdrehen zu verändern, sondern um dich überhaupt erstmal wahrzunehmen.
Und das allein bewegt sooo viel. Vor allem deshalb, weil du hier nicht allein bist.
Dann schaust du hin.
Also du setzt dich erst einmal in deinen entdeckten Raum und schaust dich ganz genau um.
Was ist da eigentlich los in mir? Was steht hier denn schon so lange rum, dass ich es gar nicht mehr hinterfrage?
So erkennst du vielleicht alte Muster. Erwartungen, die du übernommen hast, oder innere Stimmen, die vielleicht gar nicht deine sind.
Und manchmal sagt jemand anderes genau das, was du selbst nicht in Worte fassen konntest.
Vielleicht merkst du dann, wo du dich selbst unter Druck setzt, wo du zu verbissen bist und wo du dich selbst kontrollierst.
Vielleicht deinen Alltag, deinen Körper und sogar deine Gefühle.
Und indem du einfach nur hinschaust, beginnt sich etwas zu bewegen.
Nicht, weil du dich zwingst, sondern weil Dinge sich eben verwandeln, wenn du
sie annimmst.


Was heute im Fühlsraum entsteht
Ein Teil meiner Gedankenwelt kannst du hier auf dieser Seite lesen. Der andere Teil lebt inzwischen in meiner Fühlsapp.
Dort schreibe ich regelmäßig. Mal über etwas, das mir im Alltag begegnet, mal über eine Frage, die mich tagelang begleitet. Mal über Dinge, die ich eigentlich längst verstanden glaubte und dann doch wieder neu für mich entdecke.
Das alles sind keine fertigen Wahrheiten.
Eher eine fortlaufende Kolumne aus meinem Leben und meinem Innen.
Für Frauen, die einfach gerne mitlesen möchten.


Und manchmal möchten Gedanken gemeinsam kreisen.

Manche Gedanken wollen aufgeschrieben werden, andere möchten ausgesprochen werden.
Deshalb gibt es neben meinem Fühlsraum auch den Fühlskreis.
Ein Ort für Frauen, die zuhören, erzählen, nachdenken und miteinander entdecken möchten, was entsteht, wenn wir uns wirklich begegnen.
Ganz ehrlich...
Wenn du mich fragst, was FÜHLS in fünf Jahren sein wird, dann weiß ich es nicht. Und genau das mag ich daran.
FÜHLS ist nie aus einem richtigen Plan entstanden. Es entstand aus mir und dem Gefühl, dass wir mit vielem, was uns beschäftigt, viel weniger allein sind, als wir oft denken.
Heute gibt es den Fühlsraum und den Fühlskreis. Mal besprechen wir im Kreis Impulse aus dem Raum, mal gibt der Kreis Impulse für den Raum. Diese Wechselwirkung fühlt sich gerade so wundervoll.
Aber was morgen daraus entsteht, werden wir sehen.
Ich freue mich einfach, dass du gerade hier bist.













